Rezension | Die Königin der Schatten | Erika Johansen

http://www.randomhouse.de/content/edition/covervoila/146_31586_160131_xl.jpgDie Königin der Schatten

Originaltitel: The Queen of the Tearling
Reihe: The Queen of the Tearling #1
Autorin: Erika Johansen
Übersetzung: Kathrin Wolf
Verlag: Heyne, Juni 2015
Ausgabe: Paperback
Seiten: 544
Preis: 14,99€



Neunzehn Jahre lang führte die junge Prinzessin Kelsea Glynn ein abgeschiedenes Leben in der Obhut ihrer Pflegeeltern. Nun ist der Tag gekommen, an dem sie von der Leibwache ihrer verstorbenen Mutter an den Königshof zurückeskortiert wird, um die Herrschaft über das magische Königreich Tearling anzutreten. Doch Tearling ist ein armes Land, ständig bedroht von seinem mächtigen Nachbarn Mortmesne. Um ihre Herrschaft zu sichern, schloss Kelseas Mutter einst einen verhängnisvollen Pakt. Einen Pakt, dessen Konsequenzen Kelsea nun zu spüren bekommt, denn es trachtet ihr nicht nur die Rote Königin von Mortmesne nach dem Leben, auch ihr Hofstaat, schlimmer noch, ihr eigenes Volk misstraut ihr. Nur wenn sie einen Weg zu ihrem magischen Erbe findet, kann Kelsea ihre Untertanen vor Mortmesne schützen. Falls sie lange genug auf dem Thron sitzt. Falls sie lange genug überlebt . . . (Quelle: Heyne Verlag)


Anfangs hatte ich ein wenig das Gefühl, dass mir Informationen fehlen, um das Buch zu verstehen. Die Geschichte wurde so erzählt, dass es mir vorkam, als würde die Autorin denken, dass man ja wisse, wovon sie spricht. Das tat ich aber nicht und habe mich an einigen Stellen etwas verloren gefühlt und wusste nicht so recht mit den Informationen, die man bekam, umzugehen.

Das Buch ist in drei Teile aufgeteilt, die sich erstes, zweites und drittes Buch nennen. Im ersten Teil dreht sich alles um die Reise von Kelsea nach Tearling, damit sie dort den Thron besteigen kann. Nach und nach beantworteten sich dann auch die Fragen, die ich hatte. Warum Kelsea bei Pflegeeltern aufgewachsen war und warum genau jeder sie am liebsten tot sehen würde, bleibt allerdings noch ungeklärt. Es kommt zu Kämpfen auf dem Weg und stellenweise war das Buch sogar etwas eklig. Als sie schließlich in ihrem Königreich ankommt und einfach ins Schloss marschiert und nichts passiert, war ich aber doch ziemlich verwundert. Eigentlich heißt es doch, dass ihr Onkel, der momentan auf dem Thron sitzt, sie tot sehen will? Dafür gab es dann eine nicht ganz so geniale Erklärung, die ich auch nicht wirklich überzeugend fand.

Danach dreht sich alles darum, wie Kelsea versucht am Leben zu bleiben, das Königreich neu aufzubauen und versucht, von null auf hundert Königin zu sein. Ich mochte Kelsea. Sie ist glaubhaft, wenn auch manchmal ein bisschen zu übertrieben tough. Das Buch ist aus mehreren Perspektiven auktorial erzählt, weshalb man sowohl Einblicke in Kelseas Leben im Königreich bekommt, als auch in Pläne, die geschmiedet werden um Kelsea vom Thron zu stoßen. Dabei kommt das ganze Buch ohne eine Liebesgeschichte aus. Da ist wirklich nichts und das braucht die Geschichte auch nicht. Dafür ist ein wenig Magie im Spiel, die nach und nach immer mehr zum Vorschein kommt.

Zum Ende hin nimmt die Geschichte noch einmal Fahrt auf und beantwortet ein paar Fragen. Allerdings werfen die Antworten auch ein paar neue Fragen auf, die neugierig auf das nächste Buch machen. Das Ende selbst war somit für das Buch vollkommen in Ordnung. Es kam zum großen Showdown, der viel aufgewirbelt hat und die Geschichte ein Stück weiter vorangetrieben.

Ich denke, man darf nicht zu viel von dem Buch erwarten. Vor allem darf man keine komplette Fantasywelt erwarten oder eine Dystopie und auch nichts historisches. Man bekommt hier eine Geschichte über ein Königreich in der Zukunft, dessen Geschichte und wie es damit weitergeht. Ich habe es beim Lesen manchmal versucht mit Falling Kingdoms zu vergleichen, was auch ganz gut geht. In beiden Büchern geht es um Königreiche und was sich dort abspielt. Dieses Buch wirkte zwar anfangs noch etwas durcheinander, aber das wurde mit der Zeit besser und ich habe es sehr gerne gelesen.


Erika Johansen wuchs in der San Francisco Bay Area auf, wo sie heute noch lebt. Sie besuchte das Swarthmore College und wurde Anwältin. Zusätzlich abslovierte sie den renommierten Iowa Writer's Workshop. Eine Rede Barack Obamas über die Freiheit inspirierte sie zu ihrem Debütroman Die Königin der Schatten. (Quelle: Heyne Verlag)

Kommentare:

  1. Hallo,
    der Vergleich mit Falling Kingdoms ist interessant, wäre ich so gar nicht drauf gekommen^^
    Lg
    Tanja

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    1. Huhu :)

      Ja, mich hat es etwas dran erinnert wegen der verschiedenen Sichtweisen und dem Krieg zwischen den verschiedenen Königreichen. Ansonsten sind die ja doch wieder verschieden.

      Liebe Grüße!

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  2. Hey :)

    Ich bin mir noch nicht so ganz sicher ob ich es noch lesen werde denn ich stehe ned so auf Bücher ohne Lovestory aber vielleicht werde ich es ja doch mal versuchen :)

    LG Jessii

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    1. Huhu :)

      vielleicht taucht ja eine Liebesgeschichte im zweiten Teil auf. Ich lese eigentlich auch lieber solche Bücher, aber bei diesem hat es mir gar nicht gefehlt. Einen Versuch wäre es ja Wert! :)

      Liebe Grüße!

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