Rezension - Hourglass von Myra McEntire

Inhalt
Emerson sieht Menschen aus der Vergangenheit. Allerdings mehr in geisterhafter Erscheinung und sobald sie sie berührt, verschwinden sie einfach. Sie war deshalb sogar schon in der Psychiatrie und schließlich auf einem Internat, nachdem sie auf ihrer alten Schule zusammengebrochen ist. Nun ist sie wieder Zuhause und die Anzahl der Menschen aus der Vergangenheit nimmt zu. Ihr Bruder sucht Hilfe bei jemandem, der behauptet, ihr helfen zu können. Dieser jemand ist Michael und er offenbart ihr, durch die Zeit reisen zu können. Langsam ergibt alles einen Sinn, doch Emerson schwebt bereits in Gefahr.


Meinung
Ich mag Geschichten, die sich ums Zeitreisen drehen und auch über kleinere Unstimmigkeiten sehe ich dann gerne hinweg. Aber ein Buch, dessen Inhalt sich stärker zieht als Kaugummi ist dann doch nicht so schön. Anfangs (so 100 Seiten aufwärts) passiert einfach gar nichts. Emerson bemitleidet sich, hasst die Welt, hasst sich, hasst einfach alles. Da hätte ich das Buch schon gerne gegen die Wand geworfen, denn sowas kann ich gar nicht leiden. Dann wird es ein bisschen interessanter, weil auch Personen eintreten, die endlich mal sympathisch sind und einen nicht zum Schreien veranlassen. Genau genommen war es eine einzige Person, alle anderen… naja, lassen wir das. Nebenbei hat die Autorin noch versucht, eine Dreiecksbeziehung einzubauen, was ihr aber gründlich misslungen ist. Der eine sagt Emerson die ganze Zeit, dass sie ihn in Ruhe lassen soll und ist dann beleidigt, sobald sie nur mit jemand anderem redet. (Junge, so kann das ja auch nichts werden!) Und das ist wirklich einfach nur nervig. Der andere brachte wenigstens etwas Schwung in die Geschichte und es ist schade, dass ihm nur eine größere Nebenrolle zugeschrieben wurde. Alle anderen Charaktere waren halt da, sind nicht besonders aufgefallen und auch sonst passierte nicht viel außer endlosen Beschreibungen, wie sie im Auto sitzen und sich anschweigen.

An sich hat mich die Geschichte sehr an City of Bones erinnert, nur ohne Dämonen und dafür mit Zeitreisen. Eine Einrichtung für Menschen mit besonderen Fähigkeiten; Leute, die plötzlich eine 180° Drehung machen, eine Dreiecksgeschichte, übernatürliche Vorkommnisse… War schon etwas auffallend.
Das Ende, so die letzten 150 Seiten haben mir dann doch wieder gut gefallen. Schade, dass nicht das ganze Buch so gut war. Da passierte noch einmal eine Wendung, die das ganze wieder interessanter machte. Im Prolog wurde es zwar wieder komplett ignoriert, aber wen interessiert es auch, dass jemand auf freiem Fuß ist, der dich für seine bösen Pläne braucht und dich sucht?
Es gibt noch einen zweiten Teil, aber ich bin mir nicht sicher, ob ich mir das so unbedingt antun will. Ich wollte dieses Buch schon nach der Hälfte weglegen und konnte mich nur mit Mühe dazu bringen, weiterzulesen.
 

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